Novi Sad, 05. bis 06. November 2024.
Die Binnenwasserstraßen, Verkehrskorridore und städtische Hafenviertel erregen in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend die Aufmerksamkeit der Wirtschaft und Politik in den Bereichen Transport, Handel und Wohnen. Dieses Interesse ist zum Teil auch in der Wissenschaft beobachtbar, wenn etwa nach der soziologischen Dimension von Stadtentwicklung oder historischen Perspektiven auf Wasserwege als Ermöglichungsräume für die Zirkulation von Wissen, Menschen und Waren gefragt wird. Für die Hafenanlagen und Hafenviertel an der Donau ist eine solche wissenschaftliche Thematisierung bisher größtenteils ausgeblieben. Das steht im Kontrast zur Bedeutung der Wasserstraße Donau für die wirtschaftliche Entwicklung in Mittel- und Südosteuropa im 19. Jahrhundert, die auch die kulturelle Vielfalt in den Städten und Regionen entlang der Donau wachsen ließ. Die Donauhäfen bildeten die Knotenpunkte solcher Prozesse, waren Träger einer maritimen Kultur und wirkten erheblich auf die Formung ihres Umlands ein. Die Vernetzung zwischen Zentren und Peripherien, die Urbanisierung von Flusslandschaften, die Industrialisierung sowie der regionale und überregionale kulturelle Austausch wurden in den letzten beiden Jahrhunderten von den Dynamiken der zahlreichen Hafenanlagen beeinflusst.
Der Workshop versammelt erstmalig Forschende zu den Häfen und den städtischen Hafengebieten an der Donau zu einem wissenschaftlichen Austausch über ihre Entstehung, Funktion, Form, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen auf Städte und Landschaften sowie Bedeutungsverluste und Revitalisierungen.
Falls Sie sich für die Inhalte der Tagung interessieren und mehr über die Geschichte und die raumprägenden Donauhäfen erfahren möchten, können Sie hier den Bericht zur Tagung lesen.