Language

Standort Budapest

Die Häfen der Donau: Geschichte – Architektur – Menschen

Es wird viel über die Architektur der Donau-Städte gesprochen, aber überraschend wenig über die klassischen Treffpunkte des Flusses und des Wassers, die Häfen. Dabei entstanden im Zuge der Modernisierung im 19. Jahrhundert von Deutschland bis zur Mündung Stadtensembles, die bis heute das kulturell so zersplitterte Donaubecken zu einer Einheit verbinden. Auch für die Architekturgeschichte entstanden bemerkenswerte Bauwerke an den Ufern, wie die Backsteinlagerhäuser in Regensburg oder Passau, die weltweit bahnbrechenden Stahlbeton-Getreidespeicher in Rumänien, der Großmarkt in Budapest oder die über dem Wasser „schwebende” Stahlbetonkonstruktion der Markthalle in Belgrad. Gleichzeitig wurden die Innenstädte um Gebäude wie den Sitz der DDSG in Wien, den MAHART-Palast neben dem Vigadó oder die im rumänischen Nationalstil erbauten Schiffsanlegestellen bereichert.                                                      Die auf internationalen wissenschaftlichen Forschungen basierende Ausstellung ist in zehn Themenbereiche gegliedert und präsentiert anhand von Fotos, Plänen, Plakaten und Kunstwerken die Donauhäfen von Ulm bis zum Schwarzen Meer, von den Markt- und Handelshäfen vor der Dampfschifffahrt über die Kais bis hin zu den geschlossenen Handelshäfen und schließlich zu ihrer Auflösung und Wiederverwendung.

Nach der Präsentation in Budapest wird die Ausstellung 2026 nach Ulm und Novi Sad sowie in weitere Städte an der Donau wandern.                                                              Das Projekt wird unter der Leitung des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IDGL) in Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Ungarischen Nationalarchiv (MNL) und der Philosophischen Fakultät der Universität Novi Sad sowie mit Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung realisiert.

Eröffnung:                                                                              24. November 2025, 17 Uhr.                                            Ungarischer Architektenverband, Kós-Károly-Saal                    Budapest Ötpacsirta u. 2.

Eröffnung durch:                                                                      Csaba Szabó, Generaldirektor des MNL, und                            Reinhard Johler, Direktor des IDGL.

Die Ausstellung wird vorgestellt vom Kurator:                            Máté Tamáska.

Facebook-Event